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Alle 10 Sekunden stirbt jemand an den Folgen von Tabakkonsum. Von denjenigen, die seit ihrer Jugend und das ganze Leben hindurch rauchen, werden etwa 50 % an tabakassoziierten Erkrankungen sterben. Die Hälfte dieser Todesfälle tritt in den mittleren Lebensjahren ein, die andere Hälfte im fortgeschritteneren Alter. Wie eine erst kürzlich veröffentlichte Studie von dem bekannten Epidemiologen Sir Richard Peto zeigt, verlieren Raucherinnen und Raucher, die im mittleren Lebensabschnitt versterben, im Durchschnitt 22 Jahre ihres Lebens.

Nicht umsonst beinhalten die im Mai 2003 von der Weltgesundheits-organisation verabschiedeten Empfehlungen einer sinnvollen Tabakpolitik – wie etwa Werbeverbote, gezielte Preispolitik, Schadstoffreduktion oder Warnaufdrucke auf Zigarettenpackungen – ausdrücklich auch die Forderung nach mehr Angeboten zur Tabakentwöhnung.
Neben den Rauchern, die mit ihrem Rauchverhalten zufrieden sind und im Moment nicht daran denken, in der nächsten Zukunft etwas verändern zu wollen, gibt es die Gruppe der unzufriedenen Raucher. Nach einer österreichischen Erhebung sind 45 % der Tabakkonsumenten zufrieden und 55 % unzufrieden. Die unzufriedenen Raucher unterteilen sich in die Gruppe jener, die ihren Tabakkonsum lediglich reduzieren (37 %) oder ihr Rauchverhalten einstellen wollen (18 %). Unter der Gruppe der unzufriedenen Tabakkonsumenten mit dem Wunsch zu reduzieren mag es in Zukunft immer häufiger auch solche geben, die zwar ihre Schadstoffbelastung verringern wollen, aber nicht gänzlich auf das Nikotin zu verzichten beabsichtigen. Es sind dies Personen, die zumindest vorerst vorhaben, statt zu rauchen auf eine Dauer-Nikotinersatztherapie umzusteigen.
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